Der private Lebensbereich ist wichtig, umso wichtiger ist es, dass er nach den eigenen Bedürfnissen gestaltet wird. Dabei geht es mir um eine ganzheitliche Betrachtung. Der Mensch, seine Dinge, der Raum, die Architektur, das alles sind wichtige Bestandteile meiner Entwürfe. Nach einem intensiven Kundengespräch entscheidet sich meist, ob und wie es zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit kommt. Und erschrecken Sie nicht, ich mache selten, bis gar nicht 1:1-Muster. 90 % meiner Kunden vertrauten mir bisher blind und ich habe mir über die Jahre einen treuen Kundenstamm aufbauen können.

Im öffentlichen Leben spielt der gestaltete Raum eine übergeordnete Rolle. Öffentliche Orte sind im Gestaltungsansatz kundenorientiert, d.h. wer wie was wird diesen Ort besuchen und was soll suggeriert werden. Es geht also um eine starke Außenwirkung, die beim Besucher ein bestimmtes Gefühl hervorruft. Es ist aber auch nicht selten ein Arbeitsplatz, der jeden Tag benutzt wird. Für mich bedeutet es, dass der Raum durch ein besonderes Flair besticht, dass sich nicht gleich nach dem ersten Besuch abnutzt. Je größer das Objekt, desto intensiver sind die Gestaltungsarbeiten. Und hier mache ich im Vorwege auch gerne mal 1:1-Muster.

Sowohl in privaten, aber auch in öffentlichen Bereichen gibt es immer wieder Bedarf an Neufassungen. Eine Neufassung ist die optische Reproduktion einer alten Oberflächen­gestaltung. Es ist keine restauratorische Arbeit, da ein komplett neuer Farbauftrag erfolgt und die alte Arbeit nicht freigelegt wird. Ich fertige Neufassungen an nach alten Fotos und Befunden. Mein umfassendes Archiv an Fachbüchern, Entwürfen, Werkzeugen und gelerntem handwerklichen Können aus sämtlichen Bereichen der Dekorations­malerei begleitet mich dabei stets als treuer Berater.

In meiner Ausbildung zur Dekorations­malerin in Paris ging es neben dem Imitieren von Materialien um alte Gestaltungs­techniken, wie Strichlacke, Patinierungen, Vergoldungen oder Schablonierungen.

Auch heute stehen dabei für mich das Herstellen und Anwenden von Lasuren, Mustern und Materialien, sowie das Wissen über das Arbeiten mit traditionellen Werkzeugen nach alten Rezepten im Vordergrund.

Neue Gestaltungsideen entwickeln sich bei mir aus dem Gelernten, kombiniert mit dem Drang das alte Gute zu nutzen und es in ein zeitgemäßes Gewand zu wickeln. Durch die stetige Weiterentwicklung der Materialien sind ganz neue Möglichkeiten im Bereich der Dekorationsmalerei entstanden die mich stets beflügeln neue Oberflächentechniken zu entwickeln.

Das Imitieren von Materialien ist eines der Steckenpferde der Dekorationsmalerei. Holz, Marmor, Stein, Fliesen, Stoff, usw. Es gibt unzählige Fachbücher über dieses Gebiet und jeder versucht besser zu sein als das Original. Es gibt auch heute noch immer wieder Orte an denen nach diesen Techniken verlangt wird. Ich behaupte dass das Wissen über das wie es zu machen ist, auch die Basis für alle anderen Techniken im Bereich der Oberflächengestaltung darstellt.